Wir empfehlen im Januar:


 Mirjam Alberti: Meg Wolitzer „Das weibliche Prinzip“
DuMont Verlag,  gebunden, 496 Seiten
ISBN 978-3-8321-9898-5, 24,- €

 

Meg Wolitzer ist eine Autorin, die mit ihren besonderen Romanen ganz die aktuelle amerikanische Erzählkunst verkörpert. Auf fast 500 Seiten darf der Leser einige Personen mit vielen Facetten kennenlernen und sie einige Jahrzehnte begleiten. Mit Liebe und wachem Blick für die Themen unserer Zeit lässt sie die Figuren lebendig werden.
Faith Frank ist seit Jahren eine Schlüsselfigur in der Frauenbewegung. Sie ist schlagfertig, entschlossen und besonders ihre warme und zugewandte Persönlichkeit zieht Frauen aller Generationen an. Doch manchmal fragt sie sich, ob der "linksliberale Häppchenfeminismus" eine Antwort auf die brennenden Fragen des neuen Jahrtausends ist?
Die junge Greer Kadetzky stolpert mehr schlecht als recht durch ihre Jugend und kann es kaum glauben, dass sie überraschend einen Job in Faith Franks Stiftung bekommt. Doch wie lebt man Aufrichtigkeit, Gleichberechtigung und Liebe im eigenen Leben?


"Die Interessanten" von Meg Wolitzer gibt es nun als ansprechendes Taschenbuch, "Das weibliche Prinzip" als schönes Hardcover - genug Stoff, um eine wunderbare Autorin kennenzulernen.

 

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 Katharina Schütz: Louisa Dellert„ Mein Herz schlägt grün: Weltverbessern für Anfänger - Herzblut statt moralischer Zeigefinger“
Komplett Media, kartoniert, 208 Seiten
ISBN 978-3-8312-0471-7, 18,- €

 

Die Themen Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit haben es inzwischen (leider) in den Blick der Öffentlichkeit geschafft und gehören auch zu den Trendthemen im Buchhandel des letzten Jahres.


Neben mehr Sport, gesünderem Essen, Achtsamkeit,… könnte man ja auch in der Hinsicht ein paar gute Vorsätze fassen. Es gibt viele Möglichkeiten, etwas Gutes für sich und die Umwelt in den Alltag zu integrieren.


Louisa Dellert zeigt in ihrem Buch viele verschiedene Aspekte, die wir einfach bewerkstelligen können. Dabei kann sich jeder das raussuchen, was am einfachsten zu realisieren ist. Keiner kann alles schaffen, aber jedes bißchen hilft. Bei der Lektüre findet man vielleicht sogar Sachen, die man schon längst als normal betrachtet und regelmäßig praktiziert. Bei anderen Themen bekommt man interessante Zahlen und Fakten an die Hand gegeben und Ideen, wie man sie umsetzen kann.

 

Meine Empfehlung für den Start in ein gutes neues und in mancher Hinsicht hoffentlich besseres neues Jahr.


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 Jeanette Jung: Mely Kiyak „Haltung“ - Ein Essay gegen das Lautsein
Duden Verlag, gebunden, 2018, 64 Seiten
ISBN 978-3-411-71765-1, 10,- €

 

Als kritische linke Journalistin hat Mely Kiyak die letzten Jahre damit verbracht, sich bei jeder Gelegenheit mit Widerspruch zu Wort zu melden, wenn aus der rechten Ecke mal wieder Unerträgliches zu Lesen und Hören gewesen war. Sie meint, man hätte sie mitten in der Nacht wecken können und sie hätte alle unsäglichen Äußerungen von Rechten aus dem Stand in Einzelteile zerlegen können.
Doch hat es was genutzt? Plötzlich wurde Mely Kiyak klar, dass es keine Pflicht zu dieser Entgegnung gibt, dass man Dinge auch einfach mal unkommentiert stehen lassen oder ignorieren kann. Dass man auch mit Schweigen einen Gegenpart zu rechtem Gedankengut setzen kann.
In ihr reifte zusätzlich die Gewissheit, dass man mit Diskussion (gleich ob mit Reden oder Schreiben) in den meisten Fällen bei Menschen mit rechter Gesinnung nicht weiterkommt. Mely Kiyak möchte sich fortan nicht mehr von solchen Wortgefechten bestimmen lassen, sondern diese unsäglichen Einwürfe auch einfach einmal ignorieren und sich mit anderen Dingen beschäftigen.
In Ihrem Essay legt sie dar, dass das menschenverachtende Gedankengut zwischenzeitlich schon so weit in unserer Gesellschaft angekommen ist, dass es ganz anderer Mittel bedürfte, um dem etwas entgegen zu setzen. Warum werden Mitgliedern der AFD Plattformen im Fernsehen angeboten? Warum verlassen nicht einmal alle demokratischen Parteien den Bundestag, wenn sich die Fraktion dieser Partei einmal wieder völlig daneben benimmt? Warum meinen etablierte Parteien am rechten Rand „fischen“ zu müssen, statt sich auf ihre eigentlichen Werte zu besinnen? Warum reden alle davon, dass es an der Zeit sei „Haltung zu zeigen“, aber niemand zeigt diese Haltung und was wäre das dann eigentlich?
Ein kleines Buch, das einen großen Eindruck bei mir hinterlassen hat und mich so sehr beschäftigt, dass ich es schon zum zweiten Mal lese. „Haltung – Ein Essay gegen das Lautsein“ beinhaltet eine klare Ansage, die mir sehr gut tut und in der ich mich gut wiederfinden kann. Ich lege Ihnen dieses Büchlein daher heute sehr ans Herz!

 

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Wir empfehlen im Dezember:


 Mirjam Alberti: Juli Zeh „Neujahr“
Luchterhand Verlag, gebunden, 192 Seiten
ISBN 978-3-630-87572-9, 20,- €

 

Henning ist mit seiner Familie über Sylvester auf Lanzarote. Sein Leben läuft so mittelmäßig, das Gefühl überfordert zu sein, ist sein treuer Begleiter.

 

 

Am Neujahrmorgen radelt er endlich den Berg hoch, der schon seit Tagen ruft. Jeder Höhenmeter wirbelt mehr inneren Staub auf und bringt seine seelischen Wunden an die Oberfläche. Juli Zeh erzählt von einer frühkindlichen Traumatisierung und von der Erleichterung, wenn man endlich weiß, was damals passiert ist.

 

 

Mit ihrer unnachahmlichen Art hat Juli Zeh wieder einen äußerst spannenden Roman geschrieben, den ich bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen konnte.

 

 

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 Frank Schwarz:  Georges Simenon „Maigrets Pfeife“ Bd. 1
Kampa Verlag, Leinen gebunden, 88 Seiten, 2018
ISBN 978-3-311-13101-4, 9,90 €

 

Natürlich handelt es sich bei dieser langen Erzählung um eine Petitesse- aber zum Auftakt der neuen Simenon-Ausgabe im Kampa-Verlag ein wunderbarer Einstieg in den Maigret-Kosmos.

 

Filme schauen allein genügt nicht, die Welt von Kommissar Maigret erschließt man sich lesend, an einem Samstag- oder Sonntagnachmittag, in Hausschuhen im Sessel; rauchend, wenn Sie mögen.

 

Und genau darum geht es: Maigret sucht seine Pfeife, jemand muss diese aus dem Büro gestohlen haben und das ist überhaupt der einzige Grund, der ihn veranlasste, diesem Fall der geschwätzig nervenden Frau mit dem seltsamen Söhnchen nachzugehen, er hat einen Verdacht.

 

Diese wunderbar gelungene Erzählung beschwört die typische Atmosphäre der fünfziger Jahre herauf, die Arbeit der Polizei in jener Zeit, das Leben und Denken der „kleinen Leute“.

 

Ein richtiger Kriminalfall, keine Posse und somit ein wunderbares Geschenk zum Nikolaus oder gar für unter den Baum, zusammen mit einer Flasche Cognac – perfekt!



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 Jeanette Jung: Harald Hartusch „Mystery – Die großen Mythen der Pfalz“
M + H Verlag, kartoniert, 2018, 146 Seiten
ISBN 978-3-9820344-0-9, 16,80 €

 

Nein, hier geht es nicht um mystische oder übernatürliche Vorkommnisse, wie ich zunächst befürchtet hatte. Ein Blick in dieses zeitschriftartige Heft belehrte mich schnell eines Besseren und ließ mich total begeistert zurück, daher jetzt auch diese unbedingte Empfehlung für den Pfälzer Weihnachtsgeschenke-Tisch.


In der Reihe „BonJour Deutschland“ ist diese Broschüre gerade frisch erschienen und macht mit seiner  gelungenen fotografischen Aufmachung und den unterhaltsamen Texten garniert mit praktischen Hinweisen große Lust alle diese „geheimnisvollen Orte der Pfalz“ selbst zu erkunden.


Die Reise geht dabei quer durch die Pfalz vom „Pfälzischen Warlord Franz von Sickingen“ über das „Jungfrauenbett“ als vorchristlichem Kultort in Frankelbach und den König und seine Femme fatale in Edenkoben zu den Rätseln der „Heidenkammer“ in Dahn und dem rekonstruierten Römerschiff in Neupotz und so weiter und so weiter.

 

Den Inhalt wiederzugeben würde hier den Rahmen komplett sprengen. Kommen Sie einfach zu uns in den Laden und verschaffen Sie sich selbst einen Überblick!Denn: In der Pfalz gibt es auch für uns Einheimische noch viel Besonderes und Rätselhaftes aus der Vergangenheit zu entdecken, „Mystery“ kann Ihr Reiseführer dahin werden.

 

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Wir empfehlen im November:


 Jeanette Jung: Fernando Aramburu „Patria“
Rowohlt Verlag, gebunden, 2018, 768 Seiten
ISBN 978-3-498-00102-5, 25,- €

 

„Patria heißt „Heimat“ oder „Vaterland“. Doch was bedeuten diese Begriffe im Baskenland? Dieser Roman eines Mannes aus dieser Region, der seit den 80er Jahren in Deutschland lebt, wurde in Spanien mit vielen Preisen bedacht und das völlig zu recht wie ich finde.
Da ist nicht nur die besondere sprachliche Fertigkeit mit der Aramburu erzählt, sondern auch der zutiefst berührende Inhalt. Bittori sitzt am Grab ihres Mannes, der vor über 20 Jahren von Leuten der ETA ermordet wurde, immer wieder kommt sie dorthin. Heute erzählt sie ihrem verstorbenen Mann, dass die zurückgeht in das Haus, das sie nach dem Mord verlassen hat, da die Anfeindungen der Nachbarn zu groß wurden. Sie will zurück, denn sie will herausfinden, ob der Sohn ihrer damals besten Freundin Miren der Attentäter gewesen ist. Keine leichte Situation für alle Beteiligten.
Aramburu schildert die bedrückende Situation der Jahre, in der die ETA das Sagen im Baskenland hatte und wie die Menschen versuchen damit umzugehen. Er erzählt aber auch davon, wie Familien und Freundschaften an der Situation zerbrechen und vor allem auch davon, wie schnell die Radikalisierung passiert und das Undenkbare denkbar wird. Der Autor hat gesagt, als die ETA noch existierte, hätte er diesen Roman nicht schreiben können. Er lässt alle Beteiligten gleichermaßen zu Wort kommen, wechselt oft die Erzählperspektiven und die Zeiten. Nicht nur deshalb handelt es sich bei „Patria“ um keine leichte Lektüre aber sehr lohnend und deshalb empfehle ich Ihnen diesen Roman heute ganz besonders!

 

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Wir empfehlen im Oktober:


 Mirjam Alberti: Max Scharnigg „Der restliche Sommer“
Campe Verlag, gebunden, 239 Seiten
ISBN 978-3-455-40494-4, 20,- €

 

Wie schön wäre es, wenn Pauls Sommer nur immer so weiter gehen würde.

 

Verliebt reist er mit Sara durch Portugal. Ihre Handys haben sie ins Meer geworfen, vielleicht kehren sie auch nie zurück. Das Geld fließt ja auch kontinuierlich, denn Paul schreibt die Kolumne von August Sternberg, Benimmlehrer und Berater für alle Fragen der Etikette. Dass vielleicht bei ihm im Strandlokal doch mal eine Stückchen Knöchel zu sehen ist und das Hemd nicht perfekt gebügelt ist, das sieht ja keiner.


Doch Zeiten ändern sich, in der Redaktion wird die Bedeutung von Printprodukten diskutiert, junge Frauen rebellieren gegen altmodische Ansichten und Interviews bekommen als Hashtags Explosivkraft.


Charmant und unaufgeregt erzählt Max Scharnigg von Paul und von Menschen, die mit ihm verbunden sind. Mit Augenzwinkern deckt er ihre süßen Träumereien auf und bugsiert seine Protagonisten in die heutige Lebenswelt. Eine beglückende Lektüre.

 

 

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 Jeanette Jung: Nina und Karl-Heinz Zacher mit Dorothea Seitz „Such dir einen schönen Stern am Himmel“ - Krankheit ALS - Die Geschichte eines Abschieds
Fischer Verlag, kartoniert, 2018, 277 Seiten
ISBN 978-3-596-70131-5, 14,99 €

 

Wie ist es, wenn sich schlimmste Befürchtungen bewahrheiten und von einem auf den anderen Tag nichts mehr ist, wie es war? Wenn „mitten im Leben“ auf einmal feststeht: Meine Tage hier auf der Erde sind gezählt, mein Leben geht schon bald unwiderruflich zu Ende?

 
Nina Zacher erkrankt mit Anfang 40 unheilbar an ALS. Die Muskeln versagen nach und nach, der Geist aber bleibt hellwach. Sie zieht sich jedoch in dieser hoffnungslosen Situation nicht zurück. So lange es ihr möglich ist, lassen Sie und später ihr Mann uns an ihrem Schicksal teilhaben. Obwohl dadurch ein sehr trauriges Buch entstanden ist, zeigt uns Nina Zacher damit gleichzeitig, wie wertvoll und kostbar unser Leben hier auf der Erde ist. Die Lektüre erzeugt eine tiefe Dankbarkeit über jeden Tag, der uns geschenkt ist.

 
Dabei bleiben die Autoren stets unsentimental und klar. Die Zachers wollen mahnen und wachrütteln, damit wir bewusst „unseren Weg“ im Leben gehen, denn jeder Tag ist unendlich wertvoll. Nina Zacher lässt dabei auch ihrem Zorn freien Lauf: Dem Zorn darüber wie wir mit Menschen umgehen, die eine Beeinträchtigung haben. Ebenso schildert Sie den Frust und die Trauer, denn sie wird nicht mehr miterleben, wie ihre Kinder aufwachsen. Dieses Buch ist ein Wellenbad der Gefühle. Eine sehr intensive Leseerfahrung, die ich Ihnen unbedingt ans Herz lege!

 

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 Frank Schwarz:  Leon de Winter „Geronimo“
Diogenes Verlag, Taschenbuch, 445 Seiten, 2017
ISBN 978-3-257-24422-9, 13,- €

 

Leon de Winter: Geronimo. Roman. Diogenes Verlag 2017, Taschenbuch.445 Seiten. 13€
ISBN 978-3-257-24422-9
 
Ein Buch über Menschen, die überzeugt sind, das Richtige zu tun und am Ende mit den unabsehbaren Folgen ihres Handelns leben müssen. Es war ja  nur eine Schnapsidee, die die betrunkenen Mitglieder einer amerikanischen Anti-Terror-Einheit bei einem Grillabend ausbrüten: was wäre, wenn der Top-Terrorist Osama bin Laden heimlich entführt und als Infoquelle genutzt werden könnte, statt seinen Tod bei der Ergreifung billigend in Kauf zu nehmen? Es kam anders, wie wir wissen: bin Laden wurde beim Einsatz getötet, der Rest ist Geschichte.


Oder. Oder?? In Leon de Winters Roman sucht ein ehemaliger Angehöriger der Spezialkräfte nach der Wahrheit. Lebt der Terrorist noch? Wer verhört ihn? Was sich wie eine haarsträubende Verschwörungstheorie anhört, ist eine komplexe Geschichte um Wahrheit, Schuld und Verantwortung. Der Amerikaner schenkt einem afghanischen Mädchen die Freude an klassischer Musik und löst einen Strudel aus Glück, Gewalt und Leid aus.

 

Eine atemberaubende Geschichte, die man als große Erzählkunst würdigen oder als Politkitsch verwerfen kann. Urteilen sie selbst.


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Wir empfehlen im September:


 Mirjam Alberti: Wolf Haas „Junger Mann“
Hoffmann & Campe Verlag, gebunden, 240 Seiten
ISBN 978-3-455-00388-8, 22,- €

 

Er ist ein bisschen zu dick und ein bisschen zu jung für sie.
Sie ist ein bisschen zu schön und ein bisschen zu verheiratet für ihn.
Aber sonst läuft es perfekt.


Wolf Haas erzählt vom Sommer eines 13jährigen…

 

Sein Ferienjob an der Tankstelle bringt Bewegung in sein Leben und gipfelt schnell in einem skurrilen Roadmovie nach Griechenland mit dem Lastwagenfahrer Tscho.

 

Frisch und lebendig erzählt Wolf Haas diese Coming of Age-Story – ein wunderschönes Sommerbuch.

 

 

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 Frank Schwarz:  Mick Herron „Slow Horses. Ein Fall für Jackson Lamb“
Diogenes Verlag, gebunden, 472 Seiten, 2018
ISBN 978-3-257-07018-7, 24,- €

 

Wieder mal ein Werk, das so durch und durch british wirkt, dass die deutsche Übersetzung acht Jahre warten musste. Aber es ist  auch etwas sperrig und exzentrisch. Eine exzellente Wiedergeburt des Agentenromans, nur sind diesmal  die Agenten im Lande tätig. Und sie sind Versager.
Die „Slow Horses“ des MI5 sind Agenten des Inlandsgeheimdienstes, die einen Einsatz an die Wand gefahren haben. Weil man sie nicht sofort rauswerfen kann (Vater oder Großvater war mal ein großer Name in der Firma) werden sie im „Slough House (Drecksloch) in einem sehr unattraktiven Gebäude in der Londoner Innenstadt mit unsinnigen Aufgaben betreut. Jackson Lamb ist der Chef dieser Abteilung. Rülpsend und furzend  zieht dieses Unikum eine Schneise durch seine undurchsichtigen Fälle. Hier hat jeder Mitarbeiter Dreck am Stecken und es gibt keinen Grund,  stolz auf diesen Posten zu sein.
In diesem Buch folgen wir River Cartwright auf der Suche nach einem entführten pakistanischen Jugendlichen, den britische Neonazis entführt haben und mit Enthauptung drohen. Fake, Inszenierung oder die Wahrheit. Ein Erfolg könnte Cartwright aus dem „Slough House“ herausbringen. Er riskiert viel in diesem Fall…
Ein sehr origineller Agentenroman nicht nur für Anglophile.


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