Wir empfehlen im Mai:


 Sabine Brandenburger: Valerie Thomas und Korky Paul (Illustrationen)
„Zilly am Meer“

Beltz & Gelberg Verlag, Bilderbuch, 2016
ISBN 978-3-407-82117-1, 12,95 €,
32 Seiten, farbige Illustrationen
Ab 4 Jahre zum Vorlesen

 

Meine  kleine Tochter hat sich dieses wunderbare Buch selbst in der Stadtbücherei Neustadt ausgeliehen und ich durfte es als Einschlafbuch vorlesen.

 
Die Hexe Zilly wohnt nicht am Meer. Wegen des heißen Sommers beschließt sie spontan, mit ihrem Kater Zingaro dort hin zu fliegen. Lustig anzusehen sind die Leute am Strand (beim näheren Hinschauen sind gruselige und seltsame Gestalten zu entdecken: Vampire, Merlin der Zauberer, Hexen, Piraten etc.). Lustig anzusehen sind auch die sonnenverbrannten roten Nasen der Strandbesucher. Der voll besetzte Strand sieht wie ein Suchwimmelbild aus. „Pass auf meine Tasche und den Besen auf, Zingaro“ ruft Zilly noch ihrem Kater zu und stürzt sich dann fröhlich ins Meer. „Oh wie schön kühl ist es im Meer!“ kommentiert das Buch Zillys Gedanken. Da Zingaro ja wasserscheu ist, hütet er das Handtuch, flüchtet irgendwann sogar auf den Sonnenschirm, weil Zilly so wild im Meer herumtobt. Plötzlich schwappt eine große Welle über Zilly, das Meer rückt immer näher. Als die Hexe mit Zingaro an einen trockenen Platz umziehen möchte, sucht sie ihren Besen. Wo ist er denn jetzt hin verschwunden? Oh je! Der alt bekannte Zauberspruch soll ihn zurückbringen.

Was passiert dann noch alles? Und wo kann Zilly dann endlich in aller Ruhe schwimmen? Selbst vorlesen und viel Spaß beim Entdecken der Geisteraugen in Zillys Spukschloss!

 

 

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Wir empfehlen im April:


 Sabine Brandenburger und Katharina Schütz:
Martin Baltscheit „Löwenväter singen nicht!“
Beltz & Gelberg Verlag, 48 Seiten, farbig illustriert vom Autor, 2017
ISBN 978-3-407-74759-4, 8,95 €
Ab 4/5 Jahre zum Vorlesen

 

Bereits der Vorgänger „Löwenherzen weinen nicht!“ war ja schon sehr schräg… beim Nachfolger dürfen die Leser (Vorleser) sich auf eine noch abgefahrenere Geschichte freuen.
 
Dieses Mal fährt die heißgeliebte Löwin zu ihrer Schwester und beauftragt ihren Mann Diogenes, sich so lange um die drei gemeinsamen Kinder zu kümmern.  Er versucht gerade zu lesen und ist „in einen schwierigen Buchstaben vertieft“ (das Bild zeigt den Löwen, der in einem großen Q liegt und schlummert). Sicherheitshalber zeigt ihm vor der Abreise nochmal die drei kleinen Äffchen auf dem Baum, damit er sich die Aufgabe auch wirklich merkt.
 
Zuerst wollen sie spielen, dann spielt er mit ihnen wilde Spiele. Dann haben sie Hunger , wollen aber das Fleisch im Kühlschrank nicht, also pflückt der Papa ihnen Bananen (sie sind Vegetarier). Anschließend sind sie müde. Papa Löwe ist vom Fleisch essen auch müde und möchte gerne schlafen, so machen das Löwen nun mal. Weit gefehlt: die Äffchen verlangen nach einer Gutenachtgeschichte. Da die Löwenmama nicht da ist und der Löwenpapa nicht gut vorlesen kann, schlägt er ein Wortespiel vor. Jedes Äffchen gibt  ihm ein Wort und er bastelt daraus eine Geschichte, die wie ein viel zu kurzes Märchen rüberkommt. Er versucht sich an einer zweiten Gutenachtgeschichte, die den Äffchen zu langweilig ist. Die dritte macht er richtig spannend. Leider so, dass die drei so verschreckt sind, dass sie nicht mehr aufhören zu weinen. Oh jeh. Sein Trostgutenachtlied ist „LaLeLu“, aber so schrecklich gesungen, dass nun zum Glück die Tiere im Umfeld das Gutenachtlied „übernehmen“. Fast waren die drei Äffchen eingeschlafen, doch da… kam ein böser Traum. Jetzt hat der Löwenpapa endlich die rettende Superidee und erinnert sich. Er macht es genauso wie sein Papa früher: mitmachen ist angesagt und Action ist garantiert (die wilden Illustrationen passen genial dazu). Und wie findet die Löwenmama den Rest der Familie nach ihrer Rückreise vor?
 
Bonusmaterial: der Bananentrick ☺

 

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Wir empfehlen im März:


 Sabine Brandenburger:
Annette Herzog, Ingrid & Dieter Schubert (Illustr.) „Frühling mit Freund“
Moritz Verlag, 80 Seiten, farbig illustriert, 2017
ISBN 978-3-89565-341-4, 14,95 €
Ab 5 Jahre

 

Ja, der Frühling wird herbeigesehnt.

 

Der kuschelige Mumpf erwacht endlich aus dem Winterschlaf und wird empfangen von einem neuen Freund, der jungen Schneeeule. Verwundert betrachtet der Mumpf den Schnee, ist er zu früh erwacht? Es ist doch schon Frühling oder? Ansonsten müsste er wieder einschlafen und wer weiß…- der Schneeeule würde es vielleicht zu viel und sie würde sich dann lieber einen neuen Freund suchen?

 
Da hat die Schneeeule eine komische Idee (findet der Mumpf): Gemeinsam sollen sie sich auf die Suche nach dem Frühling begeben.“Die Schneeeule hatte noch nie den Frühling erlebt und ahnte nicht, wie sie sich ihn vorstellen sollte: Ob er weiß und groß oder bunt und klein war, ob er nach etwas roch oder ob er sogar gefährlich war…?“ Und schon rollern sie im Schnee den Berg hinab „Bahn frei! Osterei!“ So verwandelt sich der Mumpf ganz schnell in eine riesige  Schneekugel (lustiges Bild) und die beiden haben viel Spaß. Sie versuchen dann, den Schnee in einem Lagerfeuer zu verbrennen und so dem Frühling zu helfen.

 

In jedem Kapitel erleben die beiden ein neues verrücktes Abenteuer, da die Schneeeule immer wieder neue Ideen hat, die den Mumpf doch sehr verblüffen, manchmal verängstigen und auch vorsichtig werden lassen. Irgendwann testen die beiden sogar, wie viele verschiedene Sonnenbrillen man aufeinander über dem Gesicht tragen kann.
 
Wunderbare Geschichten über eine neue Freundschaft  zum Vorlesen, schmunzeln, herzhaft lachen, mitfiebern und mitfühlen. Tauchen Sie ab in die Frühlingsvorfreude!  

 

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 Katharina Schütz: Rotraut Susanne Berner „Karlchen für jeden Tag“
Klett Kinderbuch Verlag, gebunden, 2016, 64 Seiten, mit Illustration: Lilli L'Arronge
ISBN 978-3-95470-173-5, 19,95 €

 

Rotraut Susanne Berner „Karlchen für jeden Tag“
Hanser, 2015, Gebunden, 112 Seiten mit zahlr. farbigen Illustrationen
978-3-446-24949-3, 14,90€
ab 2 Jahren


Wer kennt ihn nicht – Karl Nickel, genannt Karlchen? Er hat schon viele kleinen Abenteuer erlebt: Gute Nacht, Guten Morgen, Geburtstag, Einkaufen,... . „Karlchen für jeden Tag“ versammelt viele neue schöne Geschichten mit dem kleinen Hasen und seinen Freunden. Für jede Jahreszeit und zu vielen Themen ist etwas dabei – Geschichten, Rezepte, Spiel- und Bastelideen, Lieder und Wissenswertes. Dabei eignet sich das Buch für die kleinen, die größeren und die ganz großen Karlchen-Fans.


Ich darf es zuhause gerade täglich vorlesen. Dabei stört es meine größere Tochter herzlich wenig, wenn wir von den Ostereiern zu Herbstbasteleien und dann zum Sommergarten springen. Erlaubt ist was gefällt und Spaß macht und Spaß haben wir mit dem Buch auf jeden Fall.

 

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Wir empfehlen im Februar:


 Jeanette Jung:
Peter H. Reynolds „Der Punkt“  Kunst kann jeder
Gerstenberg Verlag, gebunden, 2008
ISBN 978-3-8369-5202-6, 9,95 €
Bilderbuch ab 5 Jahre

 

Sie können nicht malen? Das kann doch gar nicht sein! Zumindest lernt das auch Ina in diesem Buch. Und was Ina kann…


Nach dem Kunstunterricht ist Inas Blatt immer noch leer und schneeweiß. „Oh! Ein Eisbär im Schneesturm“ meint die Lehrerin dazu. So einen blöden Kommentar kann die verzweifelte Ina wirklich nicht gebrauchen, denn sie ist überzeugt, dass sie einfach gar nicht  malen kann. Was dann aber mit einem kleinen schwarzen Punkt und Inas Name darunter beginnt, wird eine große Lawine in Inas Leben und Ihrem Selbstverständnis. Daher ist es für Sie am Ende des Buches ganz einfach, einem kleinen Jungen zu helfen. Der kann nämlich auch nicht malen. Aber Ina hat einen tollen Tipp!
Ein ganz entzückendes Bilderbuch über das Entdecken der eigenen Kreativität!

 

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Wir empfehlen im Januar:


 Katharina Schütz: Werner Holzwarth „Im Klo stand mal ein Reh - Altes Liedgut frisch aufgepöbelt - mit CD“
Klett Kinderbuch Verlag, gebunden, 2016, 64 Seiten, mit Illustration: Lilli L'Arronge
ISBN 978-3-95470-173-5, 19,95 €

 

Die meisten haben sicherlich ein klassisches Liederbuch zuhause stehen. Das ist auch ganz gut und hilfreich, denn wer kann schon alle Strophen -wenn überhaupt noch die erste- von „Alle Vögel sind schon da“ oder „Der Mond ist aufgegangen“?
Was ist aber, wenn die Kinder plötzlich mit neuen Kreationen nach Hause kommen und fröhlich „Es plappert das Mädchen am laufenden Band – plapp, plapp..“ Nicht verzagen, einfach das etwas andere Liederbuch in die Hand nehmen, nachgucken und mitsingen. Wer sich bei der Melodie unsicher ist, kann sich das Ganze auch auf der beiliegenden CD vorsingen lassen.
Das Liederbuch ist frech, witzig und entsprechend illustriert. Lassen Sie sich nicht abschrecken, wenn es auch mal etwas unter die Gürtellinie geht, aber Lieder wie „Kacka, Kacka, ruft’s aus dem Klo“ machen den Kleinen am meisten Spaß und werden auch ohne die Großen begeistert und lautstark gesungen.
Stimmen Sie also mit ein und haben Sie viel Spaß!!

 

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 Sabine Brandenburger:
Troon Harrison, Andrea Offermann, (Illustr.) „Der Eisdrache“
G&G Verlag, Halbleinen, Bilderbuch, farbig Illustriert, 2016
ISBN 978-3-7074-5190-0, 18,- €, 48 Seiten
Ab 5 Jahre und für Erwachsene

 

Wie ein Märchen mutet dieses Buch an. Wenn die Eisdrachen wegfliegen, kann bald der Frühling Einzug halten. Das Mädchen freut sich schon sehr auf den Frühling. Sie lebt mit Mutter, Vater, einem Bruder und einer winzigen Schwester in einer Holzhütte, die noch vom Schnee bedeckt ist. „Eisfinger drangen unter der Tür hindurch ins Zimmer…“  Hunger bedroht die Familie. Eines Tages erblickt sie auf dem Holzdach ihres Zuhauses einen einsamen Eisdrachen, der fast etwas bedrohlich aussieht mit seinen spitzen Zähnen und den Klauen und den sehr blauen Augen. Das Mädchen fordert ihn auf, wegzufliegen und dem Frühling Platz zu machen. Er bittet sie um Hilfe, weil er seine Drachensippe verloren habe: sie solle ihm ein Lied zum Trost singen. „Ich kenne keine Lieder.“ entgegnet sie ihm und stürzt in das Haus (da meinte meine vierjährige Tochter: „Das stimmt doch nicht, vorhin hat sie ihrer kleinen Schwester etwas vorgesungen, die kann doch singen!“).
 Als an einem Morgen alle Türen und Fenster zugefroren sind, beschließt sie, die Familie zu retten und steigt durch den Kamin aufs Dach. Das Mädchen begreift endlich das Leid des Drachen, hat Mitleid mit ihm und wird nun für ihn singen und ihm zu essen geben. Das letzte Stück Brot, das noch da war, bringt sie ihm und beginnt zu singen. Ihre Zuneigung und Zeit, die sie ihm schenkt, wird den Drachen ins Leben zurückholen.
Lassen Sie ihr Herz dahin schmelzen und betrachten sie das vorletzte Bild, auf dem der Eisdrache den Abflug wagt, die anderen Drachen holen ihn ab. Das Mädchen winkt ihm. Und? Was ist auf dem letzten Bild nun zu sehen? Endlich ist es soweit: DER FRÜHLING ist da!Endlich mal eine wunderbare Alternative zur Eiskönigin oder zum Märchen der Schneekönigin. Mit zauberhaften und verzaubernden Illustrationen, bei denen es einem warm und kalt wird.

 

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Wir empfehlen im Dezember:


 Sabine Brandenburger: Alex Gino „George“
Fischer Verlag, Roman, 2016
ISBN 978-3-7373-4032-8, 14,99 €,
208 Seiten, ab 10-12 Jahre und Erwachsene

 

Die Widmung zu Beginn dieses Romans  „Für dich, als du das Gefühl hattest, nicht dazuzugehören“ sagt schon sehr viel aus.
 
Überschrift des ersten Kapitels: „Geheimnisse“. Es wird über George geplaudert, die (huch, wieso die, fragt sich der Leser, ist George nicht ein Jungenname?) gerade von der Schule nach Hause kommt. Sie ist 10 Jahre alt und lebt mit Mom und dem großen Bruder Scott zusammen. Es ist niemand da, also kann sie in Ruhe und klammheimlich die Mädchenzeitschriften durchschauen, die sie immer gut versteckt hält. Sie hat sich vorsichtshalber mal damit im Bad eingeschlossen.  Ihr Traumname ist Melissa. Im zweiten Kapitel „Charlotte stirbt“ spielt der Klassiker von White: „Wilbur und Charlotte“ eine wichtige Rolle, er soll von den Schulkindern als Theaterstück aufgeführt werden. Georges geheimster Wunsch ist es, die Charlotte zu spielen. Sie wird in der Klasse von etlichen Jungs wegen ihrer Unmännlichkeit gehänselt. Ihre beste Freundin Kelly (Haare zu Zöpfen geflochten, riecht nach Orangen und Bleistiftspänen, trägt ein T-Shirt mit der Aufschrift „99% GENIE, 1% SCHOKOLADE) merkt gleich, dass es ihr nicht gut geht. Sie lädt George zu sich nach Hause ein, um fürs Vorsprechen zusammen zu üben. Das ist sehr spannend und Kelly nimmt George sehr ernst mit ihrem Traum, die Charlotte zu sein. Mom nennt George oft Gi-Gi, obwohl Bruder Scott immer meint, das sei ein Mädchenname. Gi-Gi versucht beim Baden das zu ignorieren, „was zwischen ihren Beinen…“.  Das Vorsprechen findet in der Schule statt und George fühlt sich nicht ernst genommen, aber Kelly hat da eine Idee…!
 
Gut, dass Gi-Gi so eine tolle beste Freundin hat, die genau hinhören kann und genau richtig reagiert. Das ist mehr als wahre Freundschaft. Da geht einem das Herz auf!
 
Ein wunderbarer Roman zum Thema Transgender. Alex Gino möchte Kindern mit diesem Buch Mut machen. Das Buch „Wilbur und Charlotte“ muss ich jetzt auch lesen, vielleicht kennen Sie es ja bereits?

 

 

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